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EIN SEXY
LÄCHELN VERBIRGT DEN SCHMERZ
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Ihre
Karriere ist der ultimative amerikanische Traum, wie man vom
Tellerwäscher zum Millionär wird. Mariah Careys Erfolgsstory
konn- te nur in den USA geschrieben werden.
Die erotische Sängerin war Kellnerin in New York und versuchte
ver- zweifelt, entdeckt zu werden. Eines Tages auf einer Party
händigte sie dem Boss einer Plattenfirma ein Demo aus... und es
gelang! Mariah bekam einen Plattenvertrag... und einen Ehemann.
Sony Chef Tommy Mottola liebte nicht nur Mariahs Stimme, son- dern auch
den Rest von ihr. Nach einer Reihe von Hits wurden die beiden letztes
Jahr getraut, ein Märchen mit Happy-End. Hiter ih- rem sexy
Lächeln verbigt die 24jährige Sängerin, deren letztes
Album "Music Box" bisher von den Kritikern am besten aufgenom- men
wurde, allerdings einige für sie schmerzhafte Dinge.
Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Mariah gerade mal drei
Jahre alt war. Das hat Narben hinterlassen, so dass sie es sich sicher
zweimal überlegt hat, ob sie selbst den Gang vor den Traualter
wagen sollte.
Ihr Stiefvater stellte dann das nächste Problem für Mariah
dar, die eine Million vom "Playboy" ablehnte, weil sie nicht nackt
posieren wollte.
Mariah, die ihren Namen einem Song aus [dem Musical] "Paint Your Wagon"
verdankt, hätte das Geld vielleicht gut gebrauchen können,
denn der merkwürdige Mann ihrer Mutter Patricia brachte sie vor
Gericht, weil er einen Teil ihres Vermögens für sich bean-
spruchte.
Mariah hat es mit ihm aufgenommen und gewonnen, aber durch diese
Erfahrung ist sie vorsichtig im Hinblick auf Schmarotzer ge- worden.
"Wenn man reich wird, setzt der Druck ein. Die Ratten kommen aus ihren
Löchern", sagt sie. "Aber ich kann mich nicht beschwe- ren, ich
wollte nichts anderes tun, als mit dem Singen meiner Lieder Erfolg zu
haben." Die Sache mit Stiefvater Joseph Vian war aber vergleichsweise
ein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, was Mariah mit ihrer
älteren Schwester Alsion durchmachen muss.
Alison, die geschieden ist, wurde nach der Geburt ihres zweiten Kin-
des, Michael, durch verseuchtes Blut mit AIDS infiziert.
Als sich die 34jährige die tödliche Krankheit zuzog, meinte
die ge- schockte Mariah: "Ich werde das Beste für meine Schwester
tun, was ich kann... zusammen werden wir das Beste aus dieser tra-
gischen Situation machen."
"Alles, was man tun kann, ist denjenigen zu lieben, sie oder ihn sehr
zu lieben. Wenn so etwas jemandem aus der eigenen Familie zu-
stößt, ist das eine sehr persönliche Sache, mit der man
fertig wer- den muss."
Und Mariah, die im Duett mit Luther Vandross mit einer guten
Coverversion des Klassikers "Endless Love" wieder in den Charts
vertreten ist, hat Wort gehalten. Sie hat viele Live-Auftritte in
Amerika abgesagt, um Zeit für Michael und seinen älteren
Bruder Sean zu haben. Eine Mariah sehr nahestehende Person hat er-
klärt: "Sie hat sich geweigert, auf Tour zu gehen, und viele an-
dere Sachen abgelehnt, um mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu
können." "Es ist eine furchtbare Situation, aber Mariah ist ganz
hingebungsvoll zu den Kindern und sie behandeln sie wie eine zweite
Mutter."
Sie hat einen Treuhandfonds für die beiden Jungen angelegt und
sich sogar überlegt, ihre Neffen zu adoptieren, wenn Alison stirbt.
Ihre familiären Probleme haben die Aufregung gedämpft, die
Nummer 1 unter den Sängerinnen in Amerika zu werden. Ihr De-
bütalbum "Mariah Carey" verkaufte sich weltweit neun Millionen
mal, brachte ihr zwei Grammys ein und außerdem über eine
Million Dollar.
Dass zwischen Mariah und Whitney Houston Vergleiche gezogen werden, ist
offensichtlich. Es gab eine Zeit, da hasste sie es, wenn man sie die
"weiße Whitney" nannte... heute bekommt man dafür nur ein
Schulterzucken von ihr. Als die beiden sich zum ersten Mal tra- fen,
war Mariah, die im Gegensatz zu Whitney ihre Songs selbst schreibt und
produziert, angenehm überrascht. "Sie war wirklich nett, und wir
haben uns eine Weile unterhalten", sagt Mariah. "Es wird immer wieder
versucht, eine Rivalität zwischen uns herbeizu- dichten. Ich
glaube, wir hören uns überhaupt nicht gleich an."
Ihre Geschichte ist ein Märchen, und Mariah selbst gibt zu, dass
das schon immer ihr Traum gewesen ist.
"Als kleines Mädchen habe ich mir immer selbst etwas vorges-
ungen. Meine Stimme war wie ein Freund für mich. Es ist etwas, das
ich in mir habe, und ich kann mir nicht vorstellen, ohne es zu leben."
"Ich kann verstehen, warum die Leute meinen, meine Geschichte wäre
ein bisschen wie das Märchen von Cinderella." Jeder, der
weiß, welche Schmerzen es hinter dem Traum gibt, kann nur hoffen,
dass sie auch weiterhin ihren Anteil an schönen Dingen bekommt.
Ein neuer Rekord
Mariah Careys Album "Music Box" ist in Amerika zum bestverkauf- ten
Album ausgerufen worden, das eine Sängerin in den letzten zehn
Jahren herausgebracht hat. Seit der Veröffentlichung im August
1993 wurden bis dato weltweit sieben Millionen Exemplare verkauft.
Janet Jackson folgt ihr hartnäckig auf den Fersen. Von ihrem Album
"Janet" wurden immerhin schon sechs Millionen Stück verkauft.

Danke an Kevin für die
Scans!
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