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MARIAH
CAREY IM INTIM-INTERVIEW
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Mit der LP "Music Box" ist sie in der
ganzen Welt top. HIT! fühlte der deutschen Doppel-Nummer-eins (LPs
und Singles) auf den Zahn
In Deutschland hast du mit
deinem Album und der Ballade "Without You" zugleich Platz 1 der Charts
belegt. Wie fühlst du dich dabei?
Es ist einfach ein großartiges Gefühl. Mit dem Erfolg, den
ich zur Zeit weltweit habe, bin ich überglücklich!
Welcher deiner Songs sind
dir lieber? Die sanften Balladen oder die groovigen Clubhits?
Ich mag beide Arten. Ich finde es toll, dass ich in der Lage bin,
verschiedene Stilrichtungen zu singen. Von "Dreamlover" haben wir zum
Beispiel einen Remix gemacht, der ein großer Clubhit war. Diese
Version unterschied sich sehr vom Original.
Was hat Michael Jackson
gesagt, als er hörte, dass du eine Ver- sion seines Songs "I'll Be
There" aufgenommen hast?
Er sagte zu mir, dass er den Song wirklich mag und dass ich eine
wirklich schöne Version gesungen habe. Ich fühlte mich
dadurch wirklich geschmeichelt, weil er als Kind eine unglaubliche
Stimme hatte und diese Stimme das ganze Feeling des Songs ausmacht.
Hat dich jemals ein Song
zu Tränen gerührt?
Es passiert schon manchmal, dass dich Emotionen überwältigen,
wenn du einen Song vorträgst. Songs sind wie ein kleines
Stück von dir selbst, und ich habe jedes Mal das Gefühl,
etwas sehr Wichtiges zu singen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich
"Without You" immer geliebt habe, wenn ich den Song als Kind
hörte. Also kann auch ich von Songs emotional berührt werden.
Seit einem Jahr bist du
jetzt mit deinem Plattenboss Tommy Mottola verheiratet. Was sagst du zu
Vorwürfen, dass du ihn geheiratet hast, um deine Karriere
voranzubringen?
So etwas ist nicht einmal einen Kommentar wert. Alles, was ich sa- gen
kann, ist, dass ich schon vor meiner Hochzeit viel Erfolg hatte. Jemand
so wichtiges im Plattenbusiness wie er kann natürlich einem
Anfänger einen guten Start verschaffen. Aber er könnte
niemals erreichen, dass ich Millionen Platten verkaufe. Er könnte
nie die Fans überzeugen, in die Plattenläden zu gehen und
meine Platte zu kaufen. Die Fans sind es nämlich, die einen Star
machen und dafür sorgen, dass man einer bleibt. Niemand sonst -
egal, wer es ist - kann das erreichen.
Wie hat Tommy den
Heiratsantrag gestellt?
(Sie seufzt nervös) Nun,
es war sehr romantisch, weil er ein großer Romantiker ist. Er ist
ein sehr guter Mensch. Und auch die Hochzeit war wunderbar.
Wer hat damals deinen
Hochzeitsstrauß gefangen?
Vor unserem Haus hatten die ganze Nacht Fans gewartet. So bin ich nach
Mitternacht nach draußen gegangen und habe ihn ihnen zuge-
worfen. Ich halte nämlich nichts von der Tradition, dass der, der
den Hochzeitsstrauß auffängt, als nächster heiratet.
Habt ihr euren
Hochzeitswalzer zu einem deiner Songs getanzt?
Wir haben zu "You And I", einem Song von Stevie Wonder, ge- tanzt.
Hast du jemals daran
gedacht, deinen Namen in Mariah Mottola zu ändern?
Nein, nie. Mariah ist schon ein sehr ungewöhnlicher Name. Deshalb
muss ich einen sehr einfachen Nachnamen haben, damit es nicht blöd
klingt!
Hast du jemals eine andere
Mariah getroffen?
Nicht bis vor drei Jahren. Dieses Mädchen war die Freundin einer
Freundin. Aber sie hatte immer erklärt, sie heiße Maria,
weil nie- mand Mariah buchstabieren konnte. Und das kann ich gut nach-
fühlen, denn ich habe früher das gleiche gemacht. An eine
Mariah kann man sich nämlich nur schwer erinnern.
Hast du bereits von Fans
gehört, die ihre Tochter nach dir Ma- riah benannt haben?
Ja, es gibt ein Paar, das seinem Baby den Namen Mariah Cara ge- geben
hat. Ich finde das ziemlich cool!
Deine Mutter hat dich in
Interviews über deine Kindheit als ziem- lich früh erwachsen
bezeichnet. Hast du niemals total verrückte Sachen gemacht?
Doch, natürlich war ich auch ausgeflippt. (Sie lacht) Aber ich war als Kind
immer gerne mit Erwachsenen zusammen. Das ist es wahr- scheinlich, was
meine Mutter gemeint hat. Mir machte es damals Spaß, mit
Erwachsenen zusammenzusitzen und mit ihnen über ihre
Erwachsenenthemen zu sprechen. Aber ich konnte trotzdem da- mals auch
schon - wie ein Kind eben - verrückte Dinge machen.
Was war das
Verrückteste, was du in jüngster Zeit getan hast?
Lass mich nachdenken. Ich verhalte mich immer ziemlich verrückt,
wenn ich eine Achterbahn sehe. Diese Fahrgeschäfte machen mir
unheimlich viel Spaß. Und ich suche mir immer die Achterbahnen
aus, die die meisten Menschen am meisten verunsichern. Mir kann es
nicht verrückt genug abgehen; ich bin ständig auf der Suche
nach absolut ausgeflippten Achterbahnen!
Du sollst ein ziemlicher
Workaholic sein. Wie entspannst du am besten?
(Sie seufzt) Das ist wirklich
schwer! Ich schlafe soviel ich kann. Aber das ist schwer, denn ich habe
manchmal Probleme einzuschlafen. Ich treffe mich gerne mit alten
Freunden. Ich gehe gern in Ver- gnügungsparks, fahre dort
Achterbahn und Wasserrutschen. Außer- dem kann ich wunderbar
ausspannen, wenn ich ausreite.
Hast du dich jemals in
Lederklamotten geschmissen und so richtig abgerockt?
(Sie lacht) Nein, abgerockt
habe ich noch nie! Ich höre mir viel Hip Hop und Rap an, ansonsten
mag ich Mainstream-Music. Ich höre mir viel Musik im Radio an, vor
allem, wenn ich Auto fahre. Aber ich mache meine Mitfahrer immer
verrückt, weil ich ständig die Sender wechsle.
Wie unterscheidet sich die
Privatperson Mariah Carey von dem Star?
Ich glaube, ich bin auf der Bühne ernsthafter als privat. Aber das
kommt wahrscheinlich daher, dass ich viele Balladen singe. Das, was ihr
auf der Bühne seht, ist nicht die ganze Mariah Carey. Der Star
macht nur etwa ein Zehntel meiner gesamten Persönlichkeit aus.
Machst du noch normale
Dinge, die andere Menschen auch tun müssen, wie zum Beispiel
Wäsche waschen?
Nein, ich habe noch niemals meine Wäsche selbst gewaschen. Das
habe ich immer gehasst! (Sie lacht
und schüttelt sich bei dem Ge- danken daran) Ich würde
die Wäsche einfach liegen lassen. Aber deswegen bin ich noch lange
keine Primadonna, sondern ein ziemlich normaler Mensch. Ich bin immer
noch die normale Mariah Carey von früher. Ich will nie abheben -
denn, wenn das passiert, geht es meist ziemlich schnell mit der
Karriere abwärts.
Du hast früher mal
als Bedienung gearbeitet. Kannst du dich noch an diese Zeit erinnern?
Woran ich mich vor allem erinnere, ist, dass ich diesen Job ge- hasst
habe! Er ist der schlimmste Beruf, den man sich vorstellen kann. Jeder,
den man bedient, denkt, dass man im Restaurant lebt und ständig
für den Gast da ist. Die Gäste behandeln dich nicht als
normalen Menschen; deshalb war diese Zeit ziemlich schwer für
mich. Und am schwersten ist mir die Arbeit gefallen, weil ich sie gar
nicht tun wollte. Es gibt Menschen, die sagen: "Da muss ich einfach
durch." Aber ich konnte das nicht, weil ich den Job rich- tig gehasst
habe! Ich hatte eine schreckliche Einstellung zu dieser Arbeit.
Haben dir Kolleginnen
vorgeworfen, dass du eine schlechte Be- dienung bist?
Nein, weil ich damals jedem erzählt habe, dass ich eine schlechte
Bedienung bin. Deshalb wäre ein solcher Vorwurf nichts Neues ge-
wesen. (Sie lacht) Ich war
wirklich schlimm!
Danke an Kevin für den
Scan!
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