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US-Bundesstaat
New Jersey, ein riesiges Landhaus im Kolonialstil. Das Grundstück
liegt etwa 90 Meilen von Manhattan entfernt. Es ist noch früh am
Morgen, die Sonne steht gerade über dem dichten Wald am Horizont.
Mariah Carey will uns ihre Farm und das umlie- gende Gelände
zeigen. Sie trägt schwere Boots, Jeans und ein dickes, über
dem Bauch zusammengeknotetes Flanellhemd. Die Sängerin lacht:
"Bequem und robust - so laufe ich in meiner Frei- zeit immer rum!"
Das Hauptgebäude der Farm befindet sich auf einem kleinen Hü-
gel und ist umgeben von grünen Wiesen, auf denen wilde Blumen
wachsen, und dunklen Wäldern. Neben dem Wohnhaus steht eine alte
Scheune. Ein Bootssteg direkt am Hudson River gehört ebenso zum
Grundstück wie Stallungen für die Tiere. Strahlend
erzählt Ma- riah: "Hier lebe ich mit meinem Mann ganz
zurückgezogen. Wenn ich arbeiten muss, dann bin ich natürlich
in New York City, wo wir noch ein Stadtapartment besitzen. Am liebsten
aber bin ich hier draußen in der Natur. Schon als kleines
Mädchen habe ich davon geträumt, auf einer riesigen Farm zu
leben." Sie lacht: "Mein Mann ist mein 'Dreamlover', mein Landhaus
meine 'Dreamworld'!" Nach- dem wir einen ausgedehnten Spaziergang
über das Farmgelände gemacht haben, lädt uns Mariah auf
eine Tasse Tee in die gute Stube. Wir folgen ihr durch den
Hintereingang des Hauptgebäudes und stehen in einer großen,
in hellen Tönen eingerichteten Küche, wo Mariahs frischge-
backener Ehemann, der Präsident von Sony Music USA, Tommy Mottola,
bereits die heiße Kanne in der Hand hält. Die beiden
Dobermann-Hunde des Paares (Harry & Sally) lie- gen gemütlich
in einer Ecke des Raumes, während der kleine Ter- rier "Jackie"
bettelnd unter dem Tisch herumläuft.
Anschließend führt uns Mariah in den weitläufigen
Wohnraum, der von der Küche aus erreichbar ist.
Holzvertäfelte Wände, dicke Stützbalken und ein
großer, offener Kamin schaffen dort eine ge- mütliche
Atmosphäre. Das Zentrum des Raumes bildet eine helle
Polstersitzgruppe, in deren Mitte eine altertümliche Holzkiste als
Tisch fungiert. Überall stehen Blumen. Mariah: "Die habe ich drau-
ßen auf der Wiese eigenhändig gepflückt. Das mache ich,
wenn möglich, jeden Tag. Ich brauche immer viel Blumen um mich he-
rum!"
Vom Wohnzimmer gehen wir hinaus auf die Veranda mit dunklen Holzdielen
und weißgetünchtem Zaungitter. Mariah setzt sich mit
Dobermann Harry in eine riesige weiße Hollywoodschaukel. Von hier
hat man einen herrlichen Ausblick auf das weite Gelände, begrenzt
nur durch die Stallungen und die Wälder am Horizont.
Plötzlich springt die Sängerin auf: "Kommt mit, ich zeige
euch mein größtes Hobby, die Pferde!" Wir folgen ihr
über einen Hof zu den Stallungen des Grundstücks, wo Mariah
ihre vier Pferde un- tergebracht hat. In getrennten Boxen stehen die
Tiere; Mariah schnappt sich einen Eimer und gibt ihren Lieblingen
Hafer. Dann nimmt sie einen Besen und fegt eigenhändig den
Mittelgang des Stalls. Sie öffnet zwei Boxen und führt die
Pferde heraus: "Es ist an der Zeit für meinen täglichen
Ausritt." Sie sattelt einen hell- braunen Hengst und klettert mit
geübtem Schwung auf seinen Rücken. Mariah lacht kurz zu uns
hinüber, reitet los und verschwin- det nach kurzer Zeit in einem
kleinen Wäldchen in Richtung des Flusses.
Zurzeit erholt sich die zierliche Sängerin von ihrer ersten
großen US-Tour, die sie gerade beendet hat. 1995 will sie auch zu
uns nach Europa kommen. Nach dem Riesenerfolg ihres letzten Al- bums,
"Music Box", und den beiden Welthits "Hero" und "Dream- lover" beginnt
Mariah jetzt mit den Vorbereitungen für ihre nächste Platte.
Danke an Kevin für den
Scan!
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