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ICH BIN
KEINE WINSELSTUTE
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Traumfrau Mariah Carey über ihre
Karriere, ihr Leben und ihre Person...
Auch mit deinem neuesten
Mega-Hit "Dreamlover" beweist du wieder einmal, was du stimmlich drauf
hast. Hast du ein Geheim- rezept, wie du deine Stimme pflegst und
trainierst?
Eigentlich mache ich mir keine großen Sorgen um meine Stimme,
obwohl sie manchmal natürlich ermüdet. Ich glaube auch nicht
an diese angeblichen Wundermittel wie Cheyenne Pfeffer und Chilli-
soße. Ich glaube, das einzige, was wirklich hilft, ist viel
Schlaf, Honig und Tee. Die alten Hausmittel sind das Beste.
Es gibt das Gerücht,
das du mit deiner Stimme Glas zerspringen lassen kannst. Stimmt das?
In meinem Haus sind alle Spiegel und Gläser noch ganz. Ich kann
nicht ganz glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist. Und
aus- probiert habe ich es auch noch nicht. Aber ein Fan von mir hat mir
einmal geschrieben, dass jedes Mal, wenn er meinen Song "Some- day"
hört, seine elektrische Garage in einem bestimmten Moment von
alleine aufgeht.
Manche Kritiker bezeichnen
dich als Winselstute, da du in deinen Songs oft den Ton sehr lange
hälst. Ärgert dich so etwas?
Nein. Ich arbeite nur mit Leuten zusammen, die wirklich singen
können. Und ich versuche, meinen Job gut zu machen. Ich singe nun
eben mal sehr gefühlvoll. Wen wundert das schon. Ich schrei- be
nämlich meine Songs selber und sie bedeuten mir sehr viel.
Außerdem kann ich nicht erwarten, dass alle Menschen meine Stimme
und meine Songs mögen. Aber natürlich weiß ich, dass
meine Stimme etwas anders als die vieler Sänger ist und das ruft
manchmal sehr extreme Reaktionen hervor.
Auf der Bühne wirkst
du immer sehr ernst und ziemlich sensi- bel. Bist du privat auch so?
Ich bin normalerweise viel offener und lustiger. Aber bei einer Ballade
kann man doch nicht die ganze Zeit lachen, oder?
Und wie bist du privat?
Schmeißt du dich in heiße Lederkla- motten und flippst so
richtig zu einem fetzigen Rock-Song aus?
Nicht ganz. Ich rocke nicht ab. Aber ich höre wahnsinnig gerne
Hip- Hop und Blues. Ich höre eigentlich den ganzen Tag Radio und
singe immer mit. Das führt manchmal dazu, dass die Leute um mich
verrückt werden. Vor allem, wenn ich im Auto unterwegs bin. Denn
dann wechsle ich alle fünf Minuten den Sender. Außerdem
mache ich gerne irgendwelche verrückten Sachen.
Zum Beispiel?
Ich liebe es, Rollschuh laufen zu gehen. Ich werde dann wieder zu einem
Kind. Und ich fahre wie eine Verrückte. Mein Mann Tommy
erschaudert immer, wenn er mich so sieht. Außerdem suche ich
ständig nach neuen, noch schnellern, noch besseren Rollschuhen.
Du bist also trotz deines
Erfolges ein normaler Mensch geblie- ben, der auch seine Wäsche
noch selber macht?
Nein. Ich habe noch nie meine Wäsche selber gewaschen. Ich hasse
das. Ich lasse eigentlich immer alles auf dem Boden liegen. Hausfrau
wäre für mich der falsche Beruf. Aber trotzdem mal ganz
ehrlich, damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin wirklich keine
Primadonna, sondern genau so geblieben, wie ich immer war. Und ich will
niemals mit erhobener Nase herumlaufen und die Wurzeln zu meiner
Vergangenheit verlieren. Das wäre ein sehr schlimmer Fehler, den
ich nicht begehen werde.
Danke an Kevin für den
Scan!
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